28. November 2007



Reizworte
in schwarz weißer
Wesenheit häuten sich

Buchstaben auf Papier: Herzlaib

in Finsternacht bewegtes
Stummschweigen am Stiftende
brechen Schreibblasen

Worte brock ich mir ein
und löffel mich hungrig



by Dagmar-Eva Mempel
(Gewidmet meinen schreibenden Freunden, besonders meiner herznahen Freundin,
sie ist Dichterin)


Kommentargedicht von Petros http://blogpoesie.de/

Zangengeburten
Manchmal so
Schmerzhaft
Und am Ende
Lächeln
Doch Lächeln


Gemälde: Marcel van Duijneveldt

17. November 2007



derweil du schläfst (ich kann es nicht)
zwischen zerwühlten laken
belausche ich die nacht

sie knarrt klopft grinst
färbt schwarz und tief
schlägt heut die brust und schnell wie
ginger baker: take it back

mit ballettschrittchen
gingst du durchs zimmer
weg von mir und:
morgen ziehst du aus

wie kannst du schlafen
neben mir in dunkelheit
die mich erstickt


by ELsa


Gemälde : Daniel Barber http://home.att.net/~danielbarber/db4index.html

13. November 2007



novemberakt

ein sternenstrauß zittert
in deinen augen
die nacht ist kalt bettet
den wald zur ruh sammeln
sich seiltänzer im smoking
hoch zwischen strommasten
schamlos
glänzt du im feuer
bietest dich nackt mir dar
eine nebelkrähe landet am sims


by ELsa

10. November 2007



damals war die nacht

wir tranken – saßen
schenkelverbunden und warm war es
auch im abendrot unsere worte

flossen von einem zu andern - ja
flossen weich in symbolen

das unaussprechliche in augen


by ELsa

Kommentargedicht von kathrin: http://claire-delalune.myblog.de/

verschwiegen

und die nacht floß
ins unaussprechliche
uns zusammen
atmen
und wieder atem
los liegen

wort
an wort
los geliebt

9. November 2007



halt ein -
werde still
lausche dem
geräusch in der
kehle beim schlucken
der mundvoll tee aus dem
asialaden

by ELsa

Gemälde : Angelika Oehrlein

6. November 2007



steige gewundene stufen
aufwärts – so still hinter
deiner tür

doch atmet es ganz
nahe lege ich die wange
ans raue holz

dahinter – ich weiß noch –
das zimmer wie ein
regenbogen

bettgelegt in wolken – weiß
und blau kariert
hielt mich dein

leib – die seele
aber schützt du wie
zerberus die hölle

©Elsa Rieger


ich kenne die bereitschaft deines atems
/ – adrian munteanu /

viele schlaflosen nächte vergehen
so als flüsterst du aus der dämmerung
– unbefragt – die liebe zum ewigen dasein

dein atem wärmt nicht: es gleitet lautlos
und verschlingt mich

aus–halten–aus
kein laut
dringt ins zimmer

© by @miro

Auszug aus dem Gemeinschaftswerk: Stadtlieben

Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.

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