BLOGPAUSE
Liebe Blogfreunde, Kreta ruft!
Ich verabschiede mich mit einem Bild
vom Strand, den ich ab Sonntag besuchen werde.
Bis Anfang Oktober mit
lieben Grüßen,
ELsa
Und zur Einstimmung Petros' schöne Zeilen:
So spüre ich
Ihren Atem mit dir,
Tanze jeden deiner Schritte
Im Traum.
Meine Augen
In deinen.
Dein Herz ist mir Taube.
11. September 2009
08. September 2009

Herbstflimmern zum Hören
by ELsa
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Dienstag, September 08, 2009
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06. September 2009

Helene im Wienerwald II
„Aber gern“, zwitschert Selma am Telefon, „komm ruhig vorbei.“
Helene fährt nach Hochstrass, eine Siedlung aus Fertigteilhäusern im Wienerwald, um ihre ehemalige Schulfreundin zu besuchen.
Im kleinen Garten toben vier Kinder zwischen Apfelbäumen. Wie die Orgelpfeifen, Selma muss in den letzten sieben Jahren fast eins nach dem anderen bekommen haben. Sie sieht zerzaust aus. Ihr lichtblondes Haar hat sie zu einem losen Knoten aufgesteckt, aus dem sich dünnen Kringel lösen. Sehr schlank, beinahe dünn ist sie. Der Gartentisch, an dem sie Pfefferminztee trinken und selbstgebackene Kekse essen, wackelt. Der weiße Lack ist zum größten Teil abgeplatzt. „Ich bin glücklich, dich endlich wiederzusehen, Helene“, sagt Selma.
„Schön, dass dein Traum von den vielen Kindern, den du schon in der Schule hattest, wahr geworden ist.“
Selma zwinkert rasch ein paar Mal. „Nur der Mann war ein Reinfall“, sagt sie. Ihre Wangen flammen auf. Sie nimmt Helene an der Hand und zieht sie zu den Bäumen, unter denen kleine Äpfel liegen, ein Weidenkorb steht. „Hilf mir, sie einzusammeln.“
Helene schlüpft aus den Schuhen. Das Gras ist weich und kühl. Im Hintergrund das Lachen der Kinder. Sie haben sich in das Indianerzelt zurückgezogen und albern herum. Auf einmal denkt Helene an einen Film, den sie als Teenager mit dem Vater gesehen hat. Der Mann, den sie Pferd nannten, hieß er. Um Mitglied des Stammes zu werden, musste der Weiße blutige Rituale über sich ergehen lassen. Für einige Wochen war er Helenes Held. So einen Mann hätte sie gern gehabt.
Gebückt klauben sie und Selma die Äpfel in den Korb. Die meisten sind wurmstichig und angeschlagen.
„Was machst du damit?“
„Kompott.“ Selma setzt sich in die Wiese. „Sag doch, wie ist es dir ergangen in all der Zeit?“
Auch Helene hält inne, hockt sich zu ihr. „Gestern habe ich Erkan getroffen.“
„Den Kifferjungen?“
„Er ist Geschäftsmann. Und er erinnert sich nicht, dass ich ihn geliebt hab.“
Aus einem der Äpfel im Korb windet sich ein Würmchen. Helene gibt ihm einen Stups auf den Kopf. Er runzelt die Stirn und blickt sie gedankenvoll an, ehe er den restlichen Körper befreit und davoneilt. „Selma, ich möchte gern schwanger sein, wenn ich meiner Mutter begegne.“
Jede nimmt den Korb an einem Henkel. Sie tragen ihn zum Haus, die Stufen hinab in den Keller. Dort entdeckt Helene das Schaukelpferd, auf dem sie abwechselnd mit Selma und Bev geritten sind. Da bricht sie in Tränen aus, kann sich gar nicht erholen, obwohl Selma sie fest in den Armen wiegt.
by ELsa
Filmfoto: Richard Harris als Der Mann, den sie Pferd nannten
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schreibtalk
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Sonntag, September 06, 2009
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03. September 2009
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Herbstflimmern
Wenn nach Tagen golden schwül
wehen lange Spinnenfäden
späte Sommernächte kühl
über Wald und Land sich legen
wehen lange Spinnenfäden
färbend zieht der Herbst herbei
über Wald und Land sich legen
Nebelschatten grau wie Blei
färbend zieht der Herbst herbei
abgeerntet Korn und Frucht
Nebelschatten grau wie Blei
und die Krähe sammelnd sucht
abgeerntet Korn und Frucht
braune Krume trocknet leer
und die Krähe sammelnd sucht
Morgenfrost im Gräsermeer
braune Krume trocknet leer
blasser Mond vergeht im Licht
Morgenfrost im Gräsermeer
eh die Sonne nochmals sticht
blasser Mond vergeht im Licht
späte Sommernächte kühl
eh die Sonne nochmals sticht
letzte Tage - golden schwül
(Gedichtform: Pantum)
by ELsa
Foto: Mathias Klingner bei pixelio.de
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schreibtalk
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Donnerstag, September 03, 2009
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01. September 2009
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