ELsa Rieger

ELsa Rieger
Foto - Christian Rieger

27. Oktober 2011


und dann erst reden wir von liebe

lass mich sein einfach sein
wie ich geworden bin

~ biografische angelegenheiten ~

die auch als narben durchgehen
beim tieferschürfen

streichle die roten ränder
sieh mich in meiner schwäche
lächle leise und sag: merkwürdig
ich mag genau das an dir

dann reden wir von liebe


(c) ELsa Rieger
Foto: Buffy

Kommentare:

herbst.zeitlosen hat gesagt…

spontan:das ist ein ganz wunderbarer Text, Elsa.
Ich grüße in den Abend hinein
Monika

veredit hat gesagt…

Oh, das ist so wundervoll.. ich bin völlig bezaubert von dem tiefen Gefühl dieser Verse!


ganz liebe Grüße
isabella

Dein Einer hat gesagt…

Daher reden wir von nun an von Liebe...

"...früher oder später gehen wir alle einmal aus den Fugen. Unsere Trauer macht uns verletzlicher. Ganzheit ist ein notwendiger Mythos.
Wir sind Splitterwesen, die sich selbst zusammenkitten, aber es bleiben immer Risse. Wer mit diesen Rissen leben kann, ist, nun ja, einigermaßen gesund..."

Heute früh gelesen (Siri Hustvedt "Die Leiden eines Amerikaners")

Dein starker Schwacher, Dein schwacher Starker

Raziael hat gesagt…

Das ist die Richtige einstellung:)

schreibtalk hat gesagt…

Liebe Monika, liebe Isabella, lieber Raziael, wie freu ich mich über euer Mitgehen und Lob!

Mein Herz-Bruder, das ist ja toll, dass du gerade heute diesen Text gelesen hast und hier zitierst, wie das wieder passt ...

Du bist stark und schwach, wie wir alle!

Liebe Grüße euch,
ELsa

Rachel hat gesagt…

...und dabei ist es immer nur ein kleiner Schritt, braucht man keine großen Taten... - einfach nur annehmen....

Elsiebeste, das ist wieder solch ein Tiefes, eins, welches einen nicht los lässt, eins welches uns daran erinnert wie wir manchmal sind und dass wir dann genau so sind...

ich drück dich fest,
Rachel

schreibtalk hat gesagt…

Liebe Rachel, innigen Dank! Ja, wir dürfen sein, wie wir sind, das macht es doch aus.

Ich drück dich auch sehr sehr,
ELsa

Gerda hat gesagt…

Feine Worte ... mit Adorno (Minima moralia) sprichst du, liebe Elsa, hier. "Geliebt wirst du einzig, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren".
... Was nicht geschlechtsspezifisch zu verstehen ist ... ;-)

Liebe Grüße
Gerda

ahora-giocanda hat gesagt…

Das sind gute Worte, beruhigende Worte, Elsa und seehr beeindruckende dazu.
Mir fällt dazu ein:

Schönheit, die durch die Narben schimmert - eine fragile Schönheit.
Die roten Ränder bewegen mich, lassen mich fast weinen.

Liebe Grüße
Barbara

schreibtalk hat gesagt…

Liebe Gerda, wie du dir denken kannst, freu ich mich über deinen Besuch hier, deine Anerkennung und die Erwähnung Adornos, danke! Es gilt für beide Geschlechter :-)

Liebe Barbara, ich danke dir für deinen gefühlvollen Kommentar, so schön!

Herzliche Grüße
ELsa

Anna-Lena hat gesagt…

Wahre Liebe holt den Menschen dort ab, wo er steht und nicht da, wo man ihn durch die rosarote Brille gerne sehen würde.

Mit lieben Grüßen
Anna-Lena

schreibtalk hat gesagt…

Liebe Anna-Lena,

du sagst es! Vielen Dank fürs Vorbeischauen.

Herzlich,
ELsa

Helmut Maier hat gesagt…

Recht so!

Ganz herzliche Grüße in die neue Woche hinein

Helmut

schreibtalk hat gesagt…

;-) danke, lieber Helmut, auch für dich eine gute Woche und viel Kraft (Stuttgart 21!)

Herzlich, ELsa

Dagmar hat gesagt…

Genau so ist das, liebe Elsie!

LG
Dagmar

schreibtalk hat gesagt…

Genau, liebe Dagmar, danke dir herzlich!

ELsie

Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.

Follower

Blog-Archiv