ELsa Rieger

ELsa Rieger
Foto - Christian Rieger

22. Januar 2013

The Next Big Thing Blog Hop ist eine Möglichkeit für Autoren (in der ganzen Welt) zu berichten, an welchem Projekt sie gerade arbeiten. Sie beantworten 10 Fragen zu ihrem nächsten Buch. Zusätzlich erwähnt man die Person, die einen vorgeschlagen hat, und nennt selber Autoren/Autorinnen, die als nächstes die Fragen beantworten.

Ich bedanke mich bei meiner Autorenkollegin Stephanie Berth-Escriva, die mich zu dieser Aktion eingeladen hat. Ihre Bücher gibt es unter anderem hier: Amazon
Sie hat gelernt, was es zu lernen gab - bis zum Abitur - deutsche Literatur, Geschichte, Geige und Posaune spielen, Klavierstücke selbst beigebracht, gemalt, gezeichnet, gelesen und Geschichten geschrieben, seit ich denken kann.
Eine Tagträumerin, welche sich hinter ihrer Vernunft versteckt und als Jugendliche gerne weltverbesserische Texte im lokalen Jugendblatt veröffentlichte.
Mit zwanzig war niemand da, der mir Paris zeigen wollte, also bin ich allein los, vom Waberner Bahnhof ab in die große Stadt.
Und dort kleben, leben geblieben. Arbeiten kann auch interessant sein, mittlerweile haben mein Mann (ebenfalls ein unbekannter Künstler der Jahrhundertwende) und ich es zu einem Haus, zwei tollen Kindern, einer Katze, Wellensittichen und Goldfischen gebracht.
In dieser Mittelschicht-Idylle ist es an der Zeit, sich um ernsthaftere Themen zu kümmern - Schreiben zum Beispiel - und Gelesen-werden.




Nun die Antworten zu meinem noch unveröffentlichten Buch:

Was ist der Arbeitstitel Ihres Buchs?

Helene sucht eine große Zehe und findet die Wirklichkeit

Woher kam die Idee für das Buch?

Ursprünglich wollte ich kleine Episoden über das Bereisen fremder Länder bzw. Städte schreiben, die eine Frau unternimmt. Diese Frau, Helene, drängte sich aber immer stärker in meine Texte, wurde nahezu körperlich präsent, und plötzlich wurde ein Roman daraus. 

Unter welches Genre fällt Ihr Buch?

Entwicklungsroman

Wie lautet die Ein-Satz-Zusammenfassung Ihres Buches?

Eine Frau, die merkwürdige Fantasien hat, findet einen Weg in die Realität.

Welche Schauspieler sollten Ihre Charaktere in einer Filmumsetzung spielen?

Juliette Binoche wäre meine Helene.

Werden Sie Ihr Buch selbstverlegen oder wird es vertreten durch einen Agenten?

Das ist noch offen. Findet sich kein Interessent, werde ich es selbst herausbringen.

Wie lange haben Sie gebraucht, um den ersten Entwurf Ihres Manuskripts zu schreiben?

2 Jahre mit Unterbrechungen.

Welche anderen Bücher würden Sie mit Ihrem Genre vergleichen?

Es ist unvergleichlich.

Was sonst über Ihr Buch könnte das Interesse des Lesers wecken?

Vielleicht dieses Zitat, das auch das Vorwort zum Buch ist:

Es gibt eine Welt, die, wenn sie auch nur in unsern Träumen lebte,
sich ebenso zusammensetzen könnte zur Wirklichkeit wie die Wirklichkeit selbst, eine Welt, die wir durch Phantasie und Vertrauen zu kombinieren vermögen.
Schale Gemüter wissen nur das, was geschieht; Begabte ahnen, was sein könnte; Freie bauen sich ihre eigne Welt.

Karl Gutzkow
in Wally, die Zweiflerin:
Wahrheit und Wirklichkeit



Möchten Sie andere Autoren für das Interview nominieren?

Ja! Sehr gern!

Ich nominiere Helmut Pöll, dessen Buch „Die Elefanten meines Bruders“ mich sehr berührt hat. Hier meine Rezension dazu.

Der Kollege Pöll ist mir durch seinen Roman ans Herz gewachsen, ich hoffe, noch viel mehr von ihm lesen zu dürfen.
Nudelsuppe Online“, Kurzgeschichte,
erschienen bei Heise Online, 1996
Emails von Wilhelm Tell“, Fortsetzungsroman, erschienen bei Heise Online, 1996
Sketche für Fernsehen (Bayerischer Rundfunk)
Der Schoßhunddestruktor“, ein Roman über intelligente Straßenkehrmaschinen, die Schosshunde umbringen und die Frage, wie viele elektrische Hundeheizdecken ein städtisches Stromnetz zusammenbrechen lassen, Elfenbein-Verlag, Berlin, 2001
Daneben Satiren und Kurzgeschichten, u.a. für die Satirezeitung HERBST.
Gründung des Satireportals



Ich nominiere Anja Blum, deren Buch „Grundglück“ ich demnächst rezenziere. Das Schreiben spielt seit vielen Jahren eine große Rolle in Anja Blums Leben. Zahlreiche Gedichte und Kurzgeschichten hatte sie bereits zu Papier gebracht, als dann endlich ihr Debütroman erschien. Darin verknüpft sie ihre lockere, interessante und spannende Schreibweise mit ihrer zweiten Leidenschaft, den Pferden. Das lag auf der Hand, ist Anja Blum doch seit ihrer Kindheit selbst eine passionierte Reiterin und Pferdeliebhaberin.
Kurz nach der Veröffentlichung ihres ersten Romans erschien die Geschichte »Sommerabenteuer in Dobberdau«, ein Buch für Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren, als eBook bei Amazon. 
Weitere Buch-Projekte sind bereits begonnen bzw. leben schon im Kopf der Autorin.
Anja Blum ist Mutter zweier erwachsener Töchter.



Ich nominiere Horus W. Odenthal, dessen spannende Trilogie „Ninragon“ ich gelesen habe. MeineRezension des Werkes ist hier zu lesen.
 



Unter dem Namen „Horus“ wurde er als Autor und Zeichner von Comics bekannt.  In diesem Medium wurden seine Werke in Deutschland und Amerika veröffentlicht und erhielten zahlreiche Nominierungen und Preise. Die meiste Aufmerksamkeit auch außerhalb der Leserschaft von Comics erzielte seine Comic-Novelle „Schiller!“, erschienen im Schiller-Jahr 2005  in Zusammenarbeit mit der Deutschen Schillergesellschaft.
Horus W. Odenthal galt in diesem Medium als „der Geschichtenerzähler“. Seine Besessenheit galt in erster Linie dem Verfolgen einer Erzählung, dem Weben von Geschichten, dem die Zeichnungen zu dienen hatten, dem sich der Zeichenstil anzupassen hatte.
Nachdem er schließlich immer stärker das Bedürfnis verspürte, Geschichten zu erzählen, die innerhalb des Rahmens seines Medium nur schwer zu realisieren waren, verlegte er sich auf das Schreiben reiner Prosa, hier speziell von phantastischen Romanen und schuf hier für sich ein Erzähluniversum, das die Genregrenzen sprengt und ihm die Möglichkeit bot, die Geschichten zu erzählen , zu denen er sich hingezogen fühlte.
Die „Ninragon“-Trilogie mit den Bänden „Die standhafte Feste“, „Der Keil des Himmels“ und „Der Fall der Feste“, die klar dem Fantasy-Genre angehört, ist das erste Beispiel dafür und führt den Leser zum ersten Mal in seine Welt ein.


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Weitere 2 Autoren folgen demnächst.


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