ELsa Rieger

ELsa Rieger
Foto - Christian Rieger

18. März 2009



warum gibt es stets dies danach

obwohls das gute ist den
hunger stillen der umwerfend und
lustvoll träge macht: im vorher
lippen wundgeküsst die haut
was für ein glühen zwischenzwei

wollt das in einer glasschatulle wahren
doch wie es aussieht löst sich alles auf
in dem danach


by ELsa
Fotokunst: Samantha bei Pixelio

Kommentare:

Petros hat gesagt…

Wunderbar!

Jede Erinnerung trägt den Duft des "DANACH".

Gruß
Petros

schreibtalk hat gesagt…

Ja, Petros, ein ganz spezieller Duft ist das ....


Dankesgruß
ELsa

ex - il@miro hat gesagt…

„danach“ war für mich immer leidend…dein Gedicht sprachlich ein gelungenes Werk-

schreibtalk hat gesagt…

Danke, das es dir gefällt, Miro!

"Danach" kann weh tun, ja. Aber nach einer Weile habe ich mir das Schöne gemerkt am "vorher".

syntaxia hat gesagt…

So treffend, liebe ELsa!

Wenn wir nur nicht im Danach begännen das Vorher zu Glorifizieren .
Dann könnte das Vorher wie Balsam für danach sein.

Soweit bin ich allerdings noch nicht, ich übe noch ;-)

..grüßt dich Monika

schreibtalk hat gesagt…

Liebe Monika,

Gegen das Glorifizieren bin ich auch, zweielsfrei. Doch das Schöne am Vorher zu bewahren, finde ich gut (Balsam wie du es nennst). Beispiel: Ein alter Mensch stirbt nach 2 Jahren Leiden, dass sein Partner mit ihm teilte, was schwer ist und quälend.
DIe beiden waren Jahrzehnte verheiratet.
Wie sollte nun Witwe/r "gesund" damit umgehen? Indem er/sie nach der Trauerphase nicht hängen bleibt in dem "Danach der 2 Jahre", sondern an die Jahrzehnte erinnert, die schön und voller Liebe waren. Das tut gut. So meine ich, sollte man damit umgehen.

Auch übende Grüße,
Elsa

ahora hat gesagt…

Liebe Elsa,
mir erscheint es wie ein Geschenk der Natur, dass wir in der Lage sind das "danach" in seidige Tücher des Vergangnen hüllen zu können.
Doch nicht immer gelingt es uns. Du sagst es ja treffend in den letzten Zeilen.

Herzliche Grüße
Barbara

Helmut Maier hat gesagt…

Das ist der unvergängliche Wert:
Das zeitlose Zwischen-vorher-und-nachher.
Nur die Art des Bewahrens ist verschieden.

Liebe Grüße
Helmut

schreibtalk hat gesagt…

Vielen Dank, Barbara!
Nicht immer, aber man bemüht sich :-)

Helmut, genau. Wir sind ja auch verschieden, daher auch der Umgang mit diesen Sachen.

Liebe Grüße
Elsa

Elke K. hat gesagt…

Erneut, liebe Elsa, fasziniert mich dein Umgang mit der Sprache.
Dir gelingt es zum Einen, ganz Elsa-like, eigene Worte zu kreieren, wie "zwischenzwei".
Zum Zweiten gelingt es dir in den mir bekannten Gedichten eine Einheit zwischen Inhalt und Form zu gestalten.
Zum Dritten überzeugt auch hier wieder die Bildhaftigkeit des Textes. In ihr liegt, m.E., deine größte Stärke beim Schreiben.

Herzlichst, E.

schreibtalk hat gesagt…

Liebe Elke,

ich danke dir herzlich für deinen Kommentar! Du machst mich ja ganz glücklich damit!

Sehr frohe Grüße,
ELsa

Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.

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