ELsa Rieger

ELsa Rieger
Foto - Christian Rieger

1. November 2009



Allen meinen Toten

Ach wie sie sich häufen:
meine Toten

durch die Jahre doch:
man gewöhnt sich

was bleibt ist eine Sehnsucht:
an sich drücken dürfen
einatmen – die Haut



by ELsa
Skizze El Greco - Foto: Günther Moro

Kommentare:

Helmut Maier hat gesagt…

In frühen Kulturen feierte man an Samhain ein Fest am Grab, der Grenze zwischen der Realwelt und der Anderswelt. Die Sehnsucht braucht einen Platz.

Liebe Grüße
Helmut

schreibtalk hat gesagt…

Lieber Helmut,

das ist es. Es fehlt heutzutage ...

Lieben Gruß
ELsa

petros hat gesagt…

"meine Toten", eine wunderbare Beschreibung von sich vereinender Nähe und Ferne.
Gruß
Petros

schreibtalk hat gesagt…

Ich danke dir, Petros.

Mir ist auch zum Heulen ... warum das an solche Tage geknüpft ist, verstehe, wer will ...

LG
ELsa

grenzen - los wort - los hat gesagt…

Elsa, ich spüre deine Gedanken, spüre auch deine Gefühle und verstehe, dass dir zum Heulen ist GLG Ursa

schreibtalk hat gesagt…

Danke meine liebe Ursa!

Herzlich,
ELsa

Rachel hat gesagt…

Liebe Elsa,
solche Sehnsucht bleibt für die Ewigkeit, ein guter Trost, finde ich...
aber sie hält auch die Erinnerungen wach, was sehr gut ist...


herzlich, Rachel

schreibtalk hat gesagt…

Vielen Dank für deine Gedanken dazu, liebe Rachel.

LG
ELsa

Traveller hat gesagt…

Liebe ELsa,

ich muss doch endlich auch mal wieder in deinem Blog kommentieren.
Du weißt, wie sehr ich deine Texte mag.

Auch dieser hier geht ganz tief.

Lieben Gruß
Uta

P.S.: Schau doch mal bei mir vorbei, ich hab da was für dich.
Bussi !

schreibtalk hat gesagt…

Liebe Uta,

Ich danke dir sehr für deine Worte hier und auf deinem Blog!

Ganz liebe Grüße und Bussis,
ELsa

Elke K. hat gesagt…

Liebe Elsa,

dieser Text erzählt unseren Lebenslauf, auch, wenn er ihn expliziert nicht so thematisiert:

Tatsächlich häufen sie sich, UNSERE Toten und mit ihnen das Wissen um die eigene Vergänglichkeit und bei den/uns Christen das Hoffen auf ein Wiedersehen in den anderen Räumen.

Früher lehnte ich solche "Gedenktage" ab, heute bin ich dankbar, dass es sie gibt- als "GEDANKEN-TAGE".

Mich berührt dein so stilles und dabei eindringliches Gedicht in jeder Zeile. Gut gemacht!!!

Herzlichst, E.

schreibtalk hat gesagt…

Liebe Elke, vielen Dank für deine Betrachtungen. Ja, als GEDANKEN-TAGE sind sie gut, es gibt uns Raum dafür.

Liebe Grüße
ELsa

Dagmar hat gesagt…

Liebe Elsa,

sehr, sehr bewegend. Jedes Wort. So viel Sehnsucht, Sensibilität und Liebe. Ja, je älter man ist um so eher versteht man die guten Seiten der "Gedankentage". (als Gedenktage mag ich sie nicht, vor allem, wenn sich die Menschen nur an diesem Tag erinnern "da gab es doch mal ...)

LG
Deine Dagmar

schreibtalk hat gesagt…

Liebe Dagmar, danke fürs Mitgehen hier.

Ich glaube, jene Toten, die "unsere" sind, tragen wir jeden Tag des restlichen Lebens im Herzen.

Lieben Gruß
ELsa

Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.

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