ELsa Rieger

ELsa Rieger
Foto - Christian Rieger

24. Oktober 2012



Ganz gut


Nach langen Wochen praller Hitze
nicht enden wollend
auch des Nachts – wird’s Herbst.

Die Tage wirken müder.
Gehüllt in Nebeldecken, die sie
nur mittags zögernd lüften.

Ich sitze auf der Bank
zwischen türkisen Vasen
und vor mir fließt die Wien
seit guten hundert Jahren
durch Jugendstilgewölbe.

In Paaren und mit Hunden flanier’n
am Sonnenufer Menschen an mir vorbei.

Ich bin allein – nach Zeiten
des Liebens und der Abschiede.
Lab mich am Rundherum
und es ist gut so wie es ist.























 Text & Bild (c) ELsa Rieger


Kommentare:

James Henry Burson hat gesagt…

Alleine, zwischen türkisfarbenen Vasen.
Das Drumherum lenkt ab, vom Seelenzustand - zu Recht.
Es ist der Unterschied, von dem Allein, oder Einsam sein.
Allein sein, kann man ebenso, wie Vasen füllen.
Einsamkeit nur fühlen...
Danke, für dein Gedicht.
Gruß, James

schreibtalk hat gesagt…

Lieber James, ich danke dir herzlich für deine Worte, du hast genau herausgelesen, was ich hier sagen will, es geht um diesen Unterschied, ja!

Liebe Grüße
ELsa

Dagmar hat gesagt…

Liebe Elsie,

ich sehe die Bilder und fühle dein Gedicht.
So ist es gut.

LG
Dagmar

schreibtalk hat gesagt…

Liebe Dagmar,

danke! Schön, dass es auch für dich so gut ist!

Liebe Grüße, Elsa

Anonym hat gesagt…

Meine Elsie,

das nenne ich sich selbst fallen lassen, ein wenig nur nachdenken, einfach nur genießen, schauen ohne viele Überlegungen, nur feststellen, das es gut ist, so wie es ist!!!
Wie die Jahreszeiten, sie geben sich die Hand, gehen weiter, lassen hinter sich...

Ach Elsie, es ist einfach supergut!!!

Lass dich lieb umarmen,
von deiner Rachel

syntaxia hat gesagt…

Treffer, liebe ELsa!
Vertöchtert mit dem was ist.

..grüßt dich Monika herzlich

Helmut Maier hat gesagt…

Dieses wunderbar poetische Ineinander von außen und innen berührt mich sehr. Ja, so ist es gut!

Liebe Grüße
Helmut

schreibtalk hat gesagt…

Liebe Rachel, liebe Monika,lieber Helmut,

ich danke euch herzlich. Ich vernachlässige derzeit so sehr meine Gegenbesuche in euren Blogs (also ich lese euch zwischendurch, kommentiere aber zu wenig), und bin tief berührt, dass ihr mich dennoch so liebevoll kommentiert.

Ich hoffe, es kommen bessere Zeiten, wo ich wieder mehr dichten kann und euch kommentieren werde!

Ganz liebe Grüße,
eure Elsa

grenzen-los-zeit-los hat gesagt…

liebe Elsa,

lange fanden diese Worte keinen Zugang zu (m)einem Leben .... heute muss ich nicht mehr nach einem Zugangspunkt suchen, denn ..
ES IST gut WIE es ist ...
Danke für diesen Text !!!

verbunden mit Dir
Ursa

schreibtalk hat gesagt…

Liebe Ursa, ja es dauert, sich dran zu gewöhnen, aber es geht!

Herzliche Grüße dir, meine Wolfsfrau,

Elsa

Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.

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