Butterbrot macht Wangen rot
Geliebtentod färbt blass
wie winterliche Felder
sich breiten übers Land
Zeit verschlossner Lippen
abhanden kam ein Lächeln
wenn nach Monaten
/so kalt/
die Nebelkrähen nordwärts ziehn
sichs doch zum Frühling wendet
verzehr ich wieder Butterbrot
(c) ELsa Rieger
Bild: Claude Monet - Flaches Brot
Kommentargedichte ans Licht geholt:
Barbara schreibt:
es wird gesagt,
dass wir durch
Leiden reifen.
Wenn genügend
Zeit verflossen,
wirst Du hungrig
nach dem
Brot mit Butter
greifen.
Rachel schreibt:
Trauer besitzt keine Farben mehr
die Wangen scheinen fad und leer
der Tod hat alles mit genommen
Die Zeit wird sich lebendig zeigen
sich mit Farben neigen
zu dir hin
Flo schreibt:
Dämmerung
Erinnerung fliegt frei durch dunkle Weiten,
ein tröstend Licht mir aus der Ferne winkt,
wie heller Ruf erreicht mich so aus allen Zeiten
mein Lebenslied, das von Vergang`nem singt.
Auf Schwingen sehnsuchtsvoller Weisen
berührt die Wärme der Empfindungen mein Ich
und Dankbarkeit löst alt - verrostet Eisen,
die schmerzend hielten fest umschlossen mich.
Und in der Dämm`rung stiller Augenblicke,
wenn Sternenstaub das Dunkel mir vertreibt,
weicht Wehmut voller Dank dem Glücke
und haucht vergehend: was einst war, das bleibt.
FvB
Ich bedanke mich herzlich dafür, ELsa