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14. Dezember 2015

Süßer die Glocken nie klingen ... (Aus den Familienerinnerungen)




Ich hatte einen Onkel. Hugo war sein Name. Als ich geboren wurde, war er vierzig, ich war vierzig, als er starb.
Er und mein Vater waren Cousins, ihre Mütter Schwestern. Alle lebten sie in einer Herrschaftswohnung, eher schon Palasträumlichkeiten, im siebten Wiener Gemeindebezirk, auf der Mariahilfer Straße. Als ich Kind war, gingen wir oft dorthin auf Besuch. Onkel Hugo war vier Jahre älter als mein Vater, und da sie wie Brüder in einem Haushalt aufwuchsen, benahmen sie sich auch als erwachsene Männer so.
Meine Großmutter Elsa lernte ich nie kennen; sie verstarb sehr früh an Krebs, kurz vor meiner Geburt. Ich sei ihr Ebenbild, sagte mein Vater, und so bekam ich ihren Vornamen. Er hatte sie über alles geliebt, und liebte mich ebenso.
Wen ich aber noch kennenlernte, war Großmutters Schwester, Hugos Mama, Großtante Ada.
Onkel Hugo studierte die Medizin und eröffnete in der Palastwohnung seine Praxis. Das war rationell und ökonomisch, denn bewohnt haben die beiden Übriggebliebenen – Mutter und Sohn – nur mehr zwei Räume in den dreihundert Quadratmetern. Ihn hatte nie gestört, dass seine Mama ihm über die Köpfe der wartenden Patienten hinweg ein: „Buuurschi, wann bist du denn fertig, das Mittagessen steht am Tisch!“ zubrüllte.
In seiner behäbigen Art antwortete er (es klang aus seinem Mund alles wie Kaugummikauen): „Gib Ruh, Mama, wenn ich fertig bin, bin ich fertig. Was gibt’s denn?“
„Spinat mit Spiegelei und Erdäpfel!“
Nach einer Pause kam: „Iss du nur, Mama, es dauert noch.“
Bei Schweinsbraten mit Knödel oder Somlauer Nockerl, einer ungarischen Mehlspeise, wickelte Onkel Hugo seine Sprechstunde flotter ab.

Ich liebte es, wenn Papa meinem Bruder und mir von der Kinderzeit mit Hugo erzählte. Hugo war schon damals ein Koloss, während unser Vater immer klein, schmal und quirlig war. Das Vorbild meines Onkels war Johnny Weißmüller und dementsprechend trainierte er Schwimmen; seine Körperform blieb dennoch schwammig, so sehr er sich auch bemühte. Das war später. Vorher erzählte Papa von ihrem ersten Kennenlernen, als er neugeboren im Steckkissen lag. Onkel Hugo war mit Tante Ada am Spielplatz, als Elsa mit dem Baby vom Spital heimkam und meinen Vater in den Stubenwagen packte. Hugo stürzte herein, räumte das Wägelchen aus, zuerst die Decke, dann den Rest, bis alles am Boden lag, dann fragte er: „Wo ist denn der Kleine?“
Der schlief selig weiter, fest verschnürt im Steckkissen, sicher aufgefangen von der Decke, die zuunterst am Parkett gelandet war.
Mein Papa war ja schon als kleiner Junge ein schlimmer Finger, was sich in seinem ganzen Leben bis zum Tod nicht geändert hat. Sie spielten im Park mit anderen Jungs, und an dem besagten Tag ging es um eine Mutprobe: Wer sich traut, einen Regenwurm zu essen, der kriegt von den Feiglingen ein Eis spendiert. Gustl – mein Vater – packte einen Regenwurm und hielt ihn in der geschlossenen Faust an den Mund, tat so, als ließe er ihn hineinfallen, und machte Kaubewegungen. Der Wurm suchte längst das Weite hinter ihm, dankbar, über Gustls Schulter geschleudert worden zu sein. Nun, Hugo fraß seinen Wurm, mit der für ihn charakteristischen Langsamkeit.
„Ich hab gedacht, ich muss mich gleich übergeben“, kicherte mein Papa. „Das Eis bekamen wir beide von den anderen bezahlt.“
Er hatte jedenfalls lustige Zeiten mit dem armen Onkel Hugo gehabt und wir konnten von den Geschichten nicht genug bekommen.
Ich war fünf, als ich begann, andere Menschen intensiv zu beobachten; davor ist für ein kleines Kind nur das nächste Umfeld ausschlaggebend. Onkel Hugo und Tante Ada waren interessante Erscheinungen, so ganz anders, als die Personen, die ich aus meinem Alltag gewohnt war.
Der Onkel war sicher eineinhalb Köpfe länger als mein Vater, er war nicht wirklich dick, hatte aber eine zylindrische Figur, also oben wie unten gleich breit und rund; eine Art aufrechtstehende Walze.
Ganz im Gegenteil die Tante. Sie war klein und zierlich, geschwind und nervös, schusselig. So weit ich mich erinnere, bewegte sie sich ständig, Kopf voran, im Laufschritt auf ihren Pumps durch die langen Gänge und großen Zimmer. Lief sie durch die Gänge, klopfte sie sinnentleert mit den Fingerknöcheln an alle Türen, denen sie begegnete.
Es waren ja schon die Mittfünfzigerjahre, längst gab es die Dauerwelle, und trotzdem legte sie ihre Haare mit der Ondulierschere. Ihr Köpfchen mit den orangeblonden Wellen, ihr Gesicht mit eher langer Nase hätten gut in ein Gemälde von Gustav Klimt gepasst, wenn ich heute reflektiere. Ihr Kleidung weniger, denn jeder Saum, jeder Knopf, jede Naht war bei Tante Ada mit Sicherheitsnadeln repariert. Ich weiß nicht, ob sie ein intaktes Stück Stoff zum Anziehen hatte. Im Reparieren, und zwar waghalsigster Art, war sie Meisterin. Ohne Sicherheitsnadeln wäre sie wohl in eine tiefe Depression gefallen. So versuchte sie einmal in einem der Zimmer, die die beiden bewohnten, den Lampenschirm über dem Esstisch zu reparieren. In dieser Wohnung war die Zimmerdeckenhöhe über vier Meter, die Lampe hing dementsprechend hoch. Um nun die durch Alterung auf einer Seite herabgerissene Rüsche des Schirms in Ordnung zu bringen, stellte Tante Ada einen Stuhl auf den Tisch, auf den Stuhl einen Schemel, nahm ein paar geöffnete Sicherheitsnadeln zwischen die Lippen und bestieg diesen Turm. In ihren Pumps, versteht sich. Damals war sie an die achtzig. Und man staune, sie brachte die Zirkusnummer zuwege, ohne eine Nadel zu verschlucken und sich von innen aufzuspießen, ohne sich die Knochen zu brechen, allerdings auch ohne diese Rüsche fixieren zu können, da der Stoff zu dick war, um ihn zu durchstechen. Die Rüsche blieb also hängen, Ada sagte mit ihrer weittragenden Stimme: „Das Zimmer wird eh kaum benutzt.“

Ja, die Stimme. Tante Ada hatte eine Gesangsausbildung genossen, ihr Wunsch war es, Opernsängerin zu werden. Als sehr junge Frau hatte sie dann endlich einen Konzertauftritt, ihr Debüt, und sollte eine Arie singen. Dazu hatte sie sich extra ein bodenlanges hochelegantes Abendkleid mit Schleppe schneidern lassen. Erregt wartete sie auf den Auftritt und stürmte in ihrer Art auf die Bretter, die ihre Welt bedeuteten. Leider konnte sie nicht bremsen, verfing sich mit dem Schuhabsatz in der Schleppe und ging der Länge nach zu Boden. Danach wollte sie nie wieder eine Bühne betreten und heiratete Hugos Vater, der auch Arzt war. Ein ziemlich brutaler, übrigens, wie mir erzählt wurde, denn er nahm sich kein Blatt vor den Mund, von Empathie den Patienten gegenüber hatte der nie was gehört. Wahrscheinlich hatte Hugo das von ihm geerbt, denn auch er sagte zum Beispiel: „Sie wissen schon, dass Sie in zwei Monaten tot sein werden?“ Er hatte leider immer recht, denn so merkwürdig der Onkel auch war, er beherrschte die Diagnostik, wenn auch nicht die Empfindsamkeit. Weder den Patienten gegenüber noch den lieben Anverwandten.

So quälte er meinen Bruder mit einer Komplettausgabe von Karl May, den er fast ebenso verehrte wie Tarzan, respektive Johnny Weißmüller. In dem Zimmer mit dem Lampenschirm waren die Wände voller Buchregale. Natürlich medizinische Fachbücher, Liebesromane von Tante Ada, dies und das, aber eben auch der gesamte Karl May, den mein Bruder gefälligst dankbarst zu lesen hatte.
Da fällt mir ein, Christian, mein Bruder eben, wurde von Onkel Hugo auch schwimmtechnisch unterwiesen. Am Wörthersee, da war ich vielleicht vierzehn und hinter den Jungs her – oder sie hinter mir, und Christian zwölf. Unser Onkel war Mitte fünfzig, immer noch eine aufrechte Walze, aber sein Kopfhaar war auf dem Weg, sich zu verabschieden. Der Oberkopf war mehr oder minder blank. Das wäre ja durchaus legitim gewesen, nicht aber für Onkel Hugo. Grau oder kahl kam nicht infrage. Er ließ sich die verbliebenen Strähnen auf der linken Seite sehr lange wachsen, färbte sie mit Nussöl täglich dunkel und drapierte diesen Vorhang über den Oberkopf. Blöd war nur, dass er vom Schwimmen und den Trainingsstunden mit Christian besessen war. So pflügte also ein Walross durch den See, im Schlepptau mein Bruderherz. Wenn sie atemlos und prustend zum Steg kraulten, schwamm der Haarvorhang neben Onkel Hugo her, stieg er an Land, hätte er nach heutigen Begriffen als Punk durchgehen können. Allerdings trug man damals noch keine Shorts, sondern diese kleinen anliegenden Badehöschen. Eine lange nasse Walze mit Minislip und Punkfrisur stand vor dem Publikum. Tante Ada war immer so erleichtert, wenn das Schwimmtraining vorüber war, denn so lange Hugo den Gefahren des Sees ausgesetzt war, fand sie keine Ruhe. Sie lief in ihren Pumps und überhaupt in voller Montur, inklusive Sicherheitsnadeln – sie ging niemals ins Wasser – den Steg auf und ab, zum Amüsement der Badegäste in den Liegestühlen, legte die Hand als Schirm über die Augen und rief in Minutenabständen: „Buuurschi, schwimm nicht so weit hinaus! Komm zurück!“

Nicht nur die Haare, auch die Zähne meines Onkels verabschiedeten sich, und er trug ein falsches Gebiss. Das mochte er gar nicht leiden. Im Normalfall bemerkte man das nicht, aber zu Festlichkeiten, wie Weihnachten, das wir – sehr erfreulich für Kinder – zweimal an Heiligabend feierten, einmal bei uns, dann ging es in die Mariahilfer Straße zu weiteren Geschenken, da schon. Am Tisch beim Schweinsbraten.
Zuvor wurde jedoch Weihnachtsbescherung, die zweite, gefeiert.
In diesem Labyrinth von Türen, Gängen, Räumen befanden sich rechts der Eingangstür die Räume „berüschter Lampenschirm“ mit der Karl May Plage, der Wohn-Essraum, in dem nachher das Festmahl eingenommen wurde, ferner Bad, Klo, Küche.
Links des Eingangs führte der Gang zu Wartezimmer und Arztpraxis. Und hinter der Ordination gab es eine Art Ballsaal – so empfand ich diese Räumlichkeit wenigstens an Kind. Straßenseitig eine Front mit drei hohen Flügelfenstern, die außen Holzläden hatten, eine Art Kamin an der Stirnwand, über dem ein erschreckend ausladender Ölschinken dräute. Abgebildet war eine Sandalenheldenszene, in der wilde Recken, bepackt mit quellenden Muskeln, halb nackte, entsetzt blickende Damen – genauso ausladend wie das Gemälde selbst – von schnaubenden Rössern pflückten, um sie zu verschleppen. Viel später fand ich heraus, es war die Kopie eines Bildes von Antonio Molinari aus dem 17. Jahrhundert mit dem Titel: Der Raub der Sabinerinnen.
Nur am Heiligen Abend wurde dieser Saal geöffnet, der Lamettachristbaum ragte neben den Sabinerinnen etwas windschief und wildbewegt, eindeutig von Tante Ada geschmückt, aber ganz ohne Sicherheitsnadeln, zur Decke. Um ihn versammelte sich die Familie. Meine Tante Ada, ihre Schwester Tante Ida, ja, sie hießen wirklich Ada und Ida und sahen sich ziemlich ähnlich mit ihren ondulierten Löckchen. Daneben stand ihr Bruder, Onkel Hans, seines Zeichens evangelischer Pfarrer und sein Lebenspartner Onkel Ferry, beide sehr modern eingestellt für die damalige Zeit und einfach bezaubernd lustig und wohltuend zwischen den Merkwürdigkeiten. Komplett machte die Feierrunde Onkel Hugo, mein Bruder, unsere Eltern, die Oma mütterlicherseits, die mit uns wohnte und das Herz des Haushalts war, denn die Eltern waren Künstler und viel unterwegs.
Unter dem Tannenbaum lagen die Päckchen und wir sangen, relativ falsch, aber mehrstimmig „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Alle Strophen. In der letzten Strophe war dem Chor die Harmonie des Gesangs dann endgültig entglitten. Nicht ganz unschuldig daran war Onkel Hugo, er sang nämlich so was von falsch und laut dazu, dass er immer mehr Stimmen auf seine Seite zwang, es gab kein Entrinnen.
Danach las Onkel Hans aus dem Lukas Evangelium den Klassiker unterm Baum vor, die Weihnachtsgeschichte. Es folgte ein letzter Versuch, den Familienchor auf einen Nenner zu bringen, und wir schmetterten: „Oh du fröhliche Weihnachtszeit“. Es war überstanden und wir Kinder stürzten uns auf die Päckchen, während Tante Ada in die Küche stürzte, zu ihrem seit ungefähr vier Stunden im Ofen schmurgelnden Schweinsbraten.
Wir drückten unsere Geschenke an uns und folgten den Erwachsenen in den anderen Teil der Wohnung an die festlich gedeckte Tafel. Also was Tante Ada eben für angemessen festlich hielt. Das bedeutete ein weißes Tischtuch, nicht ganz weiß, weil alte Flecken manche Stellen zierten und Stoffservietten. Die Gläser mussten heimlich, am besten bei einem Klobesuch, auf die man sie scheinbar gedankenlos mitnahm, nachgewaschen werden.
Die Verwandtschaft trainierte vorausschauend ihre Kiefermuskeln, weil ja jeder wusste, was nun kommen würde, indem viel gelacht wurde. Onkel Hans erzählte Schnurren aus der Pfarrei, dazu ein anderes Mal.
„Sitzen alle?“ Gebrüll aus der Küche.
„Ja!“, brüllten wir zurück.
Schon hörten wir die eiligen Pumps durchs Vorzimmer klappern, Papa sprang auf und öffnete Ada die Tür. Da stand sie mit roten Bäckchen und der großen Bratkasserolle in den Händen. „Burschi, geh hol die Knödel, die Bratensoße und das Rotkraut.“
„Das kann ich doch nicht alles tragen!“
Also gingen unsere Eltern los und waren wieder zurück, ehe Hugo den Satz beendet hatte. Zufrieden steckte er einen Zipfel der Stoffserviette in den Kragen, griff in den Mund und holte seine Zähne heraus. Er legte sie neben seinen Teller auf den Tisch. Uns Kinder begeisterte das, den Papa weniger. Er sagte: „Nimm sofort das Gebiss in die Gosch’n, du Trottel!“
„So schmeckt’s aber besser“ antwortete Onkel Hugo ungerührt, auch nicht beleidigt, er kannte Gustl ja lange genug, und folgte nicht. Warum unser Vater das jedes Jahr wieder anmerkte, ist mir unklar, denn er wusste doch, dass es sinnlos war.
In der Zwischenzeit holte Tante Ada den Bratenspieß aus der Schürzentasche, ging mit der Pfanne rund um den Tisch, stach in die Fleischscheiben und ließ sie auf die Teller platschen.
Gut, sie platschten nicht wirklich, sie staubten eher. Wenn man die schwarzbraune Kruste durchgebissen hatte und zum Kern vorgedrungen war, brauchte es lange, bis es wieder möglich war, ein Wort zu sprechen, wollte man nicht die, durch das ewige Braten vertrockneten Fleischfasern durch die Gegend sprühen. Zur Befeuchtung waren die Semmelknödel dafür so durchweicht, dass man sie schlürfen konnte. Tante Ada hatte mit einem Wort für alles gesorgt. Erschöpft ließ sie sich nach der Speisenausgabe auf den Stuhl fallen. Wir kauten. Kauten und staubten. Stumm. Hier und da ein würgendes Hinunterschlucken.
Indessen sprachen die Schwestern miteinander. Oder besser gesagt, Ida, die früher Soubrette war, und deren Stimme daher operettenartig zwitscherte, erzählte den neusten Klatsch, wofür sie von Ada mit Stentorstimme – die man benötigt, um Wagner-Arien zu singen – ein „Blödsinn!“ oder „So ein Schwachsinn, wo du das wieder her hast!“ um die Ohren bekam. Wir schluckten. Und kaum hatte jemand von uns den Schweinsbraten auf seinem Teller vertilgt, warf Tante Ada ihm ein weiteres Stück vor. Also lernten wir, niemals aufzuessen, was zufolge hatte, dass sie brüllte: „Schmeckt’s dir nicht?“ Und ohne die sicherlich verlogene Antwort abzuwarten, weiter: „Also ich finde, der ist heut ganz besonders gut gelungen!“
Irgendwann war das dann ausgestanden und wir Kinder spielten noch eine Weile mit den neuen Sachen, bis die Eltern zum Aufbruch drängten.
Zum Abschiedskuss hatte Onkel Hugo die Zähne wieder eingesetzt, das war angenehm.

Einige Jahre später war es dann so weit, es fand nur mehr in unserer Wohnung ein gemeinsames Weihnachtsfest statt. Die alten Tanten und Onkel waren in der Zeit körperlich zusammengeschrumpft, aber Onkel Hugo legte sein Gebiss unverdrossen auch bei uns neben den Teller, egal, wie oft mein Papa auch „so ein Trottel“ sagte.
Der Christbaum stand aufrecht und strahlend, das Essen schmeckte, der Chorgesang war falsch wie eh und je. Ich war froh, dass wir Heiligabend nicht hin- und herfahren mussten, auch wenn mir „Der Raub der Sabinerinnen“ ein bisschen fehlte.
Alles in allem waren es immer wunderschöne Weihnachten im Kreise unserer verhaltensoriginellen, und gerade deswegen liebenswerten Familie.


(c) ELsa Rieger

17. Februar 2015

Neuerscheinung - Helene sucht eine große Zehe und entdeckt die Wirklichkeit


Ihr Lieben, 

es ist vollbracht. 
Mein zwanzigster Roman "Helene sucht eine große Zehe und entdeckt die Wirklichkeit" ist veröffentlicht und ab sofort als Ebook erhältlich.


 Zum Buch:



Das Print wird Ende des Monats erhältlich sein.

Ich freue mich, ich freue mich so sehr. 
Zum Einen bin ich sehr stolz auf die Zahl "20", noch größer ist aber mein Stolz auf dieses Buch. 
Für mich, nur für mich allein, ist dieser Roman die Krönung meiner schriftstellerischen Karriere.

Besonders bedanken möchte ich mich bei meiner Lesegruppe, die die letzten Wochen meine Nervosität ertragen und mich unheimlich bestärkt hat.

Ich hoffe, Ihr habt viel Spaß mit meinem neuen Roman, fühlt Euch gut unterhalten.

Eure Elsa

16. Februar 2015

Zwanzig Bücher - Meine kleine Buchreise 4

Nun habe ich Eure Geduld lange genug strapaziert, liebe Freunde der Helene. 

Hier nun der letzte Teil der Reise durch meine Bücher. In Kürze wird das Gewinnspiel erklärt.
Die hier gezeigten Bücher sind in den Jahren 2012 bis 2014 erschienen.

Eure Elsa   

Nur ein kleiner Bär



Eine vergnügliche Familiengeschichte. Wie reagiert die Familie, wenn der Vater, ein Professor der Astronomie plötzlich von einem Lottogewinn spricht? Lassen Sie sich überraschen.Auskoppelung aus dem Buch: Alle Jahre wieder. eBook und Taschenbuch.


LiebesWellen: Verstrickt im dunklen Familiengeheimnis



Triest im Mai. Der Amerikaner Dennis trifft die Italienerin Undine und gerät in den Sog ihres dunklen Familiengeheimnisses. Zunächst fasziniert von ihrer unwirklichen Schönheit, dann berührt von dem Schmerz, den er ahnt, entwickelt sich Liebe. Sie ist eine Nixe, sagt sie. Sie zerschneidet sich die Brüste, singt in einer fremdartigen Sprache, leidet unter ‚Halluzinationen’, unverständlich für sie selbst, für ihn.
Dennis, bisher ohne Lebenssinn, ist besessen von der Aufgabe, ihr beizustehen und wühlt in ihrer Vergangenheit. Undine beginnt ihm zuliebe in Hypnosesitzungen nach und nach die fehlenden Puzzleteile hervorzuholen. Alles fügt sich zusammen. Sie spaltete ihre Persönlichkeit als Überlebensstrategie auf. Nun ist sie erwacht. Stellt sich dem Leben. Kann die traumatische Erfahrung geheilt werden? Ist die Liebe stärker als der Schmerz? Lesen Sie selbst.


Dann reden wir von Liebe



Liebe, nein danke, schwört Gesa nach einer bitteren Enttäuschung, aber dann ... Ist Botox tatsächlich die Lösung, wenn frau sich nicht mehr ausstehen kann? Und wie lassen sich langjährige Beziehung doch immer wieder pimpen? Lesen Sie selbst. 19 Kurzgeschichten über das Verlieben und Entlieben von jung und alt, gut durchgeschüttelt und mit Gedichten gewürzt. 


Die Frau, die sich nicht umdrehte



Ich spaziere durch Städte, bevorzugt durch meine Geburtsstadt Wien, und sehe zwischen den flanierenden Menschen eine Gestalt, die sonst keiner erblickt.
Ich entdecke in diesem rothaarigen Mädchen eine Geschichte. Ihre Geschichte von Liebe und Qual, in der sie sich einem Mann ausliefert, sich seiner Obsession hingibt, die letzten Endes ihr Tod sein wird. Nein, ich denke, sie wird es überleben und fortan als wahre Königin durch das Leben wandeln. Warum? Weil sie zu reizend ist, um sie sterben zu lassen.
Oder ich sitze im Kaffeehaus nahe der Hofburg, und sehe nicht, dass der alte, magere Mann seine Adlernase in einen Cognacschwenker senkt, um den Duft des Weinbrands aufzusaugen, der ihm Sekunden von Erinnerungen an eine bessere Zeit schenkt, lange, ehe er von den Nazis nach Auschwitz verschleppt wurde, lange, bevor er halbnackt und abgemagert in eine Stadt heimkehrte, in der die Einwohner nur ein paar Schritte vom Kaffeehaus entfernt auf dem Heldenplatz „Heil!“ gebrüllt haben.

Ich schreibe über das, was ich nicht sehe, aber dennoch über alles, was es geben könnte. Vielleicht.


Chicago, I'm coming! (Illustriert): Tagebuch einer Stadtbesichtigung



An was denken wir, wenn wir den Namen Chicago hören? An eine US-amerikanische Jazzrock-Band, die 1967 dort gegründet wurde, an Größen wie Louis Armstrong, Earl Hines oder Jelly Roll Morton, die die „schwarzen Clubs“ belebten und den Chicago Jazz prägten. Während der Roaring Twenties erprobte aber auch ein neuer Typ Glücksjäger die große Freiheit Chicagos bis an die Grenzen des Erträglichen. Kriminelle Syndikate unter skrupellosen Gangsterbossen wie Bugs Moran, Johnny Torrio und Al Capone machten sich die Prohibition zunutze und verkauften illegal hergestellten Alkohol. Feuergefechte zwischen Polizei und Gangstern waren zwar nicht so sehr an der Tagesordnung, wie viele Filme glauben machen möchten, aber das mafiöse System funktionierte. Dass 1942 dem Physiker Enrico Fermi an der University of Chicago die erste kontrollierte nukleare Kettenreaktion als Teil des Manhattan-Projekts gelang, dessen Ziel der Bau von Kernwaffen war, wissen die wenigsten. Und das Chicago die drittgrößte Stadt der USA ist, dürfte auch nicht so bekannt sein. Dabei ist die Stadt seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Handelsplatz. Chicago ist Sitz der Chicago Mercantile Exchange, der größten Warenterminbörse der Vereinigten Staaten, und der Chicago Board of Trade, der größten Rohstoff-, Futures- und Optionsbörse der USA.
Seit Anfang des 21. Jahrhunderts ist der Status der Stadt als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Region unumstritten.
Elsa Rieger berichtet hier sehr privat und entspannt über ihren ersten Aufenthalt in den U.S.A., ohne jeglichen Reiseführer-Anspruch. Es handelt sich lediglich um Aufzeichnungen einer zweiwöchigen Reise, die sie antrat, um ihre Verwandtschaft wiederzusehen. Die Autorin berichtet eindrucksvoll von der Stadt am Südwestufer des Michigansees im Bundesstaat Illinois in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Was sich hinter den Kulissen der beeindruckenden Stadt verbirgt und was man nicht in der Zeitung lesen kann, dass schildert uns lustig, spannend und mit vielen Bildern untersetzt, Elsa Rieger. Ein Buch, das seine Freunde finden wird.









8. Februar 2015

Zwanzig Bücher - Meine kleine Buchreise 3

In der Zeit von Dezember 2011 bis Juli 2012 sind die nachfolgenden Bücher von mir erschienen, alle im Selbstverlag. Alle tragen, wie auch die bereits vorgestellten Bücher in "Meine kleine Buchreise 2", die Wort- und Bildmarke Qindie, die für Q = Qualität und Indie = Indie-Autoren, also die sogenannten Self-Publisher, steht.
Die Initiative für Qindie entstand aus dem Gedanken heraus, eine Schneise in den kaum zu durchdringenden Dschungel aus oftmals lieblos und schlecht gemachten Indie-Publikationen zu schlagen, um dem Leser den Weg zu professionell erstellten Büchern zu weisen.

Durch ein Jahrhundert geweht


1950 geboren, genau in der Jahrhunderthälfte, habe ich mir von meiner Familie das Davor erzählen lassen, wie es sich angefühlt hat, was es für persönliche Schmerzen, Ängste und auch Aufatmen gab. Für das Danach habe ich meine Erinnerungen durchwühlt, verschiedene unvergessliche Ereignisse festgehalten.

Elf Gedichte sind daraus entstanden, versehen mit Jahreszahlen.


Die Ermittler - Kunst kommt von Können


Polizisten, Privatdetektive und Geheimdienstleute gibt es in der Literatur wie Sand am Meer. Unbezwingbare Helden oder saufende Versager mit Glück.
Hier ist alles anders. Menschen finden sich zusammen, um gemeinsam Verbrecher zu jagen. Sie sind alles andere als typisch. Ihr Beruf mag sie formal begrenzen, aber immer finden sie einen Weg neben dem Dienstweg. So international wie das Verbrechen sind auch die Ermittler.

In einer losen Reihe von Büchern und wechselnden Besetzungen lösen sie ihre Fälle und müssen doch immer wieder einiges am Wege liegen lassen. Oft genug ein Anstoß für spätere Ermittlungen.

Der hier vorliegende Band beschäftigt sich mit dem internationalen Auftragsdiebstahl von Kunst. Ähnlichkeiten mit realen Fällen und Personen sind reiner Zufall und natürlich vollständig unbeabsichtigt.


Die Liebe ist ein seltsam' Spiel


Erzählungen um die Liebe. Eine Auswahl von Geschichten aus dem eBook und Taschenbuch:Dann reden wir von Liebe.
Wie war es damals, als wir ungestüm den oder die Liebste erobert haben? Was davon ist geblieben? Wurden Träume wahr oder mussten sie begraben werden? So viele Fragen zum schönsten Thema des Lebens.


Autumn Flora (English Edition)


Getting old is not the easiest challenge life has in store for us: some lapse into depression, marking time as they wait to be relieved by death. Others, however, search for - and find - a new meaning in life. For the lucky few, old age leads to a belated, happy discovery of love. 


Wo ich nicht bin, ist das Glück



Vera ist unglücklich, ihre Ehe ist am Ende. Da begegnet ihr ein feuriger Geiger...
Eine Kurzgeschichte aus dem Sammelband: Dann reden wir von Liebe. eBook und Taschenbuch


Der letzte Rabe


Erzählungen von Voodoozauber und Engeln, die die Menschen aufgeben, dem Teufel, dem die Hölle zu eng wird und einer tragischen Zukunftsperspektive.  

Im letzten Teil von "Meine kleine Buchreise" werde ich Euch die letzten meiner bisher veröffentlichten 19 Bücher vorstellen. Dann ist es nicht mehr lang hin, bis "Helene sucht eine kleine Zehe und entdeckt die Wirklichkeit" erscheint. Mein 20. Buch.

Eure Elsa

Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.

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